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Amazon FBA-Gebühren 2026: Was sich ändert und wie du vorbereitet bist.

Amazon hat im Januar 2026 die Gebührenstruktur für FBA DACH neu sortiert. Hier ist, was du vor deinem nächsten Einkauf wissen musst.

08. März 202614 minIron Saleh — Founder, NorthProfit

Zum 1. Januar 2026 hat Amazon die FBA-Gebühren in DACH in zwei Punkten verändert: Erstens die Lagergebühren (jetzt quartalsweise statt monatlich gestaffelt) und zweitens die Gebühren für „Small and Light“-Artikel (neue Grenze bei 250 g / 20 × 15 × 4 cm). Das klingt technisch — und hat massive Auswirkungen auf die Marge.

Die drei großen Änderungen

1. Lager-Gebühren staffeln sich jetzt quartalsweise

Bisher war es monatlich: Januar teurer als Februar teurer als März. Ab 2026 laufen die Lager-Gebühren in Quartalen. Das heißt: wer im Januar einlagert und bis März keine Umschlaggeschwindigkeit hat, zahlt drei Monate Q1-Satz statt einmonatig.

2. Small-and-Light-Schwelle verschoben

Die neue Grenze (250 g / 20 × 15 × 4 cm) schließt einige Produkte aus, die vorher qualifiziert waren — z. B. kleine Supplement-Packs oder Accessoires. Wer hier knapp drüber liegt, zahlt plötzlich volle FBA-Fees.

3. Referral-Fee-Kategorie Beauty fusioniert mit Health

Die Referral-Fee für Beauty-Artikel unter 10 EUR wurde von 8 % auf 15 % angehoben (angleich an Health & Personal Care). Das sind bei einem 6,99-EUR-Produkt 47 Cent mehr Fee — bei 500 Bestellungen/Monat rund 235 EUR weniger Marge.

Wie du SKUs gegen FBA-Fee-Schwankungen immunisierst

  1. Pro SKU eine Marge-Grenzlinie definieren (z. B. 18 % Deckungsbeitrag) und beim Einkauf automatisch gegen die aktuelle FBA-Fee prüfen.
  2. Überbestände aktiv reduzieren: jede SKU mit < 1× Umschlag/Quartal aus FBA in Merchant-Fulfilled verschieben.
  3. Verpackung optimieren: 3 mm weniger Höhe kann die Size-Tier-Grenze unterschreiten — das senkt die Fulfillment-Fee um 0,40–0,80 EUR pro Bestellung.
  4. Fee-Änderungen proaktiv tracken: Amazon announced Änderungen 4–8 Wochen vorher. Setze einen Kalender-Reminder für jede Q1/Q3-Fee-Anpassung.
  5. Automatisieren: Wenn deine SKU-Count > 50 ist, ist manuelles Tracking fahrlässig. Nutze einen Fee-Sync der jede Transaktion gegen deinen COGS validiert.

Was das für deine Liquidität heißt

Quartalsweise Lager-Gebühren bedeuten: du zahlst im Voraus für drei Monate, selbst wenn Ware nach vier Wochen abverkauft ist. Das erhöht den Working-Capital-Bedarf um typischerweise 8–12 %. Plane das in deinem Cashflow-Forecast ein, bevor du für Q2 einkaufst.


Die Amazon-Regeln werden nicht einfacher. Aber mit einem sauberen Fee-Tracking pro SKU hast du die Chance, vor der nächsten Änderung zu reagieren — statt hinterher zu zahlen.