NorthProfit
Zurück zum Journal
GUIDE

MER vs ROAS: Was ist der Unterschied — und welche Kennzahl zählt wirklich?

ROAS misst pro Kanal (und wird oft doppelt gezählt). MER misst die Gesamteffizienz aller Werbeausgaben. Für echte Profitabilität ist MER die ehrlichere Zahl.

23. April 20266 minIron Saleh — Founder, NorthProfit

Kurz: ROAS (Return on Ad Spend) misst den Umsatz pro Werbeeuro auf Kanal-/Kampagnenebene — und wird von Meta und Google oft doppelt gezählt. MER (Marketing Efficiency Ratio) misst den Gesamtumsatz geteilt durch die gesamten Werbeausgaben, kanalübergreifend. Für die echte Profitabilität ist MER die ehrlichere Zahl.

Definitionen

  • ROAS = Umsatz eines Kanals / Werbeausgaben dieses Kanals (z. B. Meta-ROAS = 3,5)
  • MER = Gesamtumsatz / gesamte Werbeausgaben (alle Kanäle zusammen)

Warum ROAS allein täuscht

Meta behauptet, 100 % der Umsätze kämen von Meta. Google behauptet dasselbe. Zusammengerechnet ergibt das über 100 % — unmöglich. Diese Attribution-Doppelzählung macht plattform-ROAS systematisch zu optimistisch. MER hat dieses Problem nicht, weil es plattform-unabhängig den Gesamtoutput misst.

Wann welche Kennzahl?

  • ROAS: zum Optimieren EINZELNER Kampagnen/Creatives (relativ, innerhalb eines Kanals).
  • MER: zur Steuerung der GESAMTEN Marketing-Effizienz und für Profit-Entscheidungen.
  • Faustregel: Skalier-Entscheidungen nach MER, Creative-Tuning nach ROAS.